1994 wurde dem Verband die Mitgliedschaft im Internationalen
Dachverband (IDV) eingeräumt. Das sicherte deutschlehrenden
KollegInnen forthin die Teilnahme an Fachkonferenzen auf
internationaler Ebene, sowohl an denen des IDV wie auch an
solchen anderer angeschlossener Verbände.
Innerhalb kurzer
Zeit entwickelte sich vor allem mit dem koreanischen und dem
japanischen Germanistenverband eine enge Zusammenarbeit.
Regelmäßig im Herbst jeden Jahres organisiert der Verband neben
seiner ordentlichen Mitgliedervollversammlung eine Tagung mit
Fachbeiträgen für die Bereiche Linguistik, Didaktik, Literatur und
Kultur zu einem von den Mitgliedern bestimmten Rahmenthema. Zu der
Tagung werden auch Vortragende aus deutschsprachigen Ländern und aus
den Partnerverbänden eingeladen. So hat sich die fachliche
Diskussion seit Bestehen des Verbandes intensiviert und gedeiht in
steigendem Maße, was im Anstieg der Mitgliederzahl und
veröffentlichter Tagungsbeiträge zum Ausdruck kommt.
Ebenso regelmäßig findet unter der Führung des Verbandes,
unterstützt durch Mittel aus dem Forschungsfond des National Science
Council und des Erziehungsministeriums, zweijährig im Frühjahr ein
Germanistik-Symposium statt, zu dem der Verband international
bekannte Fachleute aus dem Ausland sowie wissenschaftlich
qualifizierte Redner und Moderatoren aus den eigenen Reihen einlädt.
Die Symposienbeiträge werden von der mit der Durchführung betrauten
universitären Institution publiziert.
Darüberhinaus fördert der GDV Taiwan in enger Zusammenarbeit mit dem
Deutschen Kulturzentrum Taipei (DT) die Einführung von Deutsch als
zweiter Fremdsprache an den Oberschulen Taiwans. Die Möglichkeit,
mit DaF-Unterricht einen nachhaltigen Beitrag zur interkulturellen
Verständigung zu leisten, hat sich damit zu einem zukunftsträchtigen
Potential für Lehrende und Lernende gleichermaßen erweitert.
Folglich hat der Verband es sich zum dringlichen Anliegen gemacht,
die Vermittlung der deutschen Sprache auch auf diese Lernergruppe
hin anzupassen.